Caritas Zürich: Mit Sparmassnahmen auf Kurs

16. Mai 2017

Das Jahr 2016 stand für Caritas Zürich im Zeichen der Konzentration. Der Vorstand beschloss verschiedene Sparmassnahmen. So konnte das Defizit von rund 360‘000 Franken gegenüber dem Vorjahr um einen Drittel reduziert werden. Die Nachfrage nach den Unterstützungsleistungen ist ungebrochen hoch. Die Mitgliederversammlung vom 16. Mai stimmt einer Erhöhung der Mitgliederbeiträge zu.

Aufgrund der schlechten Ertragsprognosen beschloss der Vorstand für die Jahre 2017/18 Sparmassnahmen, welche die Geschäftsleitung von Caritas Zürich vorgelegt hatte. Das Ziel ist, das Jahr 2021 mit einer schwarzen Null abzuschliessen. Das Defizit für das Berichtsjahr lag mit 357‘546 Franken gut einen Drittel unter demjenigen des Vorjahres.

Spendenerträge leicht zunehmend, Verkäufe leicht rückläufig

Die Stiftungserträge konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden. Die schlechte Lage an den Finanzmärkten wird die Fundraisingerträge jedoch auch in Zukunft unter Druck setzen. Auch die Legate blieben unter den Erwartungen. Erfreulicherweise lagen die Privatspenden leicht über dem Vorjahresbetrag.

Der Umsatz der Secondhand-Läden verfehlte mit 2,5 Mio. Franken nur kanpp die Vorjahreshöhe. Zwei Läden wurden im Zug der Sparmassnahmen geschlossen. Hingegen wurde die Verkaufsfläche des «netto»-Ladens, in dem sehr günstige Kleider zu finden sind, deutlich vergrössert. Die Caritas-Märkte erreichten zwar mehr Kundinnen und Kunden, verfehlten aber mit etwas über zwei Millionen Franken den Vorjahresumsatz ebenfalls knapp.

Sehr hohe Nachfrage bei den Unterstützungsleistungen

Die Nachfrage nach Beratungen und Unterstützung bleibt generell hoch, was von Caritas Zürich mehr Flexibilität erfordert. Die «Mobile Sozialberatung» in Zürich-Nord konnte bereits über 60 Familien vor Ort unterstützen. Das telefonische Intake wurde zu einer eigentlichen Kurzberatung weiterentwickelt. Die KulturLegi erreichte gegen 20‘000 Nutzende und legte damit rund 15% zu. Gleichzeitig wurde das Angebot für die KulturLegi-Inhaber/innen deutlich erweitert. An den Kursen von LernLokal nahmen 2016 über 1000 Personen teil, wobei die Deutschkurse am meisten besucht wurden.

Nach der Schliessung der Fachstelle Fahrende wurde das Fachwissen in Kursen an Mitarbeitende von Pfarreien, kirchlichen Sozialdiensten und regionalen Caritas-Organisationen weitervermittelt.
Die neugeschaffene Fachstelle Flüchtlinge wurde gleich zu Beginn weg von Pfarreien und Kirchgemeinden rege kontaktiert. Mit der neuen Übersichtsplattform www.willkommensnetz.ch wird der Wissenstransfer unter den Pfarreien gefördert.

Weitere Informationen

Daniel Wirz, Leiter Kommunikation, Tel. 044 366 68 15, d.wirz@caritas-zuerich.ch

Download Geschäftsbericht 2016

www.caritas-zuerich.ch/zahlen