Caritas-Märkte: Nachfrage steigt

21.02.2019
In den 21 Caritas-Märkten in der Schweiz ist 2018 der Umsatz um 3,6 Prozent angestiegen und liegt nun bei 13,1 Millionen Franken. 
In der Schweiz sind mehr als eine Million Menschen armutsbetroffen oder armutsgefährdet. Für sie wird die Situation angespannter, wird doch sowohl bei der Sozialhilfe wie auch bei den Prämienverbilligungen für Krankenkassen gespart. Jede Möglichkeit zur Entlastung der knappen Budgets ist für Betroffene willkommen. 2018 wurden im Caritas-Markt fast eine Million Einkäufe getätigt. Der Durchschnitteinkauf beträgt rund 13 Franken. Der Caritas-Markts bietet den Gesamtwarenkorb dauerhaft und billig an. Dies entlastet so das Budget von Armutsbetroffenen zuverlässig und dauerhaft.
 
Besonders beliebt sind gesunde Nahrungsmittel: 2018 verkaufte der Caritas-Markt 1,2 Millionen Kilogramm Früchte und Gemüse, was einer Steigerung um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dazu zählen 135 Tonnen Tomaten und 103 Tonnen Äpfel. Die Produkte sind anders als günstige Angebote bei Detailhändlern nicht in grösseren Verpackungen, sondern in den individuellen Budgets anpassbaren Kleinmengen erhältlich. Täglich wird in 11 Märkten frisches Brot ausgebacken.

Arbeitsintegration und Treffpunkt
Neben einem umfassenden Angebot an lebensnotwendigen Produkten für Armutsbetroffene bietet der Caritas-Markt auch Teillohnjobs und Wiedereinstiegsoptionen für Langzeitarbeitslose an. Wichtig ist auch die Funktion als sozialer Treffpunkt: bei einem Gratiskaffee oder -tee können die Kundinnen und Kunden im Markt verweilen und untereinander sowie mit den Marktmitarbeitern Gespräche führen.
 
Um ein konstant attraktives Angebot gewährleisten zu können, ist der Caritas-Markt auf verlässliche Partnerschaften mit Lieferanten angewiesen. Dazu zählen Denner, Migros, Spar, Aldi, Manor, Nestlé, Lindt und Sprüngli sowie rund 400 weitere Lieferanten. Caritas-Märkte gibt es in der Deutschschweiz in Baar, Basel, Bern, Chur, Luzern, Olten, Sursee, St. Gallen, Thun, Wil, Winterthur und Zürich (2) sowie in der Romandie in Genf (2), La Chaux-de-Fonds, Lausanne, Neuchâtel, Vevey und Yverdon.